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Datenschutz

KI-gestützte Dokumentation in der sozialen Arbeit – was DSGVO-konform möglich ist

Wie KI bei der Dokumentation in der sozialen Arbeit unterstützen kann, ohne den Datenschutz zu verletzen – und worauf Träger bei der Auswahl achten sollten.

KI kann Dokumentation spürbar beschleunigen – gerade beim Überführen von Notizen in strukturierte Berichte. In der sozialen Arbeit gelten dabei aber besonders hohe Datenschutzanforderungen. Dieser Beitrag zeigt, was möglich ist und worauf es ankommt.

Wo KI sinnvoll unterstützt

  • Gesprochene Notizen in strukturierten Text überführen

  • Entwürfe auf Basis bestehender Vorlagen vorbereiten

  • Wiederkehrende Formulierungen vorschlagen

  • Inhalte gliedern in Beobachtung, Einschätzung und Maßnahme

Wo die Grenze liegt

KI liefert Entwürfe – keine fachlichen Entscheidungen. Die Einschätzung, die Verantwortung und die Freigabe bleiben immer bei der Fachkraft. KI ersetzt keine sozialpädagogische Beurteilung, sondern nimmt Routinearbeit ab.

DSGVO-Anforderungen im Überblick

  • Rechtsgrundlage und Zweckbindung der Verarbeitung klären

  • Datenminimierung: nur verarbeiten, was nötig ist

  • Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) mit dem Anbieter

  • Hosting in der EU bzw. in Deutschland bevorzugen

  • Transparente Lösch- und Speicherkonzepte

  • Möglichkeit zur Pseudonymisierung personenbezogener Daten

Worauf Träger bei der Auswahl achten sollten

Entscheidend ist nicht nur die Funktion, sondern der gesamte Umgang mit sensiblen Daten: Wo werden Daten verarbeitet? Wer hat Zugriff? Lässt sich die Bearbeitung nachvollziehen, und bleiben Rollen und Freigaben kontrollierbar? Ein seriöser Anbieter klärt diese Fragen offen – idealerweise schon im Demo-Prozess.

Datenschutz ist in der sozialen Arbeit kein Hindernis, sondern Teil der fachlichen Sorgfalt.

Häufige Fragen

Ist KI-gestützte Dokumentation DSGVO-konform?

Sie kann es sein – wenn Rechtsgrundlage, Zweckbindung, Datenminimierung und ein AVV gewahrt sind, die Daten sicher (idealerweise in Deutschland) verarbeitet werden und die fachliche Verantwortung beim Menschen bleibt. Die konkrete Umsetzung sollte mit dem Anbieter und dem Datenschutzbeauftragten abgestimmt werden.

Werden sensible Klientendaten an die KI übertragen?

Das hängt von der Lösung ab. Gute Werkzeuge ermöglichen eine Pseudonymisierung personenbezogener Daten, bevor die Verarbeitung startet, und verarbeiten Daten auf Servern in Deutschland.

ECHO im Dokumentationsalltag erleben.